Hamburger Deckel - Abschnitt Altona

Gut bedacht - Deckel Altona

Der Ausbau der Bundesautobahn 7 (BAB 7) ist Teil eines Maßnahmenpakets des Bundes, mit dem die Bundesfernstraßen in der Freien und Hansestadt Hamburg den stark gestiegenen Verkehrs- und Umwelterfordernissen angepasst werden sollen. In diesem Rahmen bietet sich in hohem Maße die Gelegenheit, stadtentwicklungs- und verkehrspolitische Zielsetzungen zu einem bedeutenden Leitprojekt zu verbinden. Dort, wo die BAB 7 bislang Siedlungs- bzw. - Wohnquartiere zerschneidet, soll durch insgesamt mehr als drei Kilometer lange Überdeckelungen des Straßenkörpers in drei Abschnitten dessen trennende Wirkung aufgehoben werden. Durch diese „Stadtreparatur“ können das Landschafts- und Wohngefüge in den Quartieren Bahrenfeld/Othmarschen, Stellingen und Schnelsen wieder stärker zusammenwachsen und damit deutlich aufgewertet werden. Darüber hinaus können neue Wohnbauflächen in angrenzenden Bereichen zur Autobahn entstehen.

Im Zuge des Ausbaus werden in zwei Abschnitten aus Lärmschutzgründen Tunnelbauwerke errichtet. In Abstimmung mit der Bundesrepublik Deutschland wird die Freie und Hansestadt Hamburg die Deckelflächen durch selbstfinanzierte Tunnelabschnitte ergänzen und alle Tunnel-Bauwerke einer neuen Freiraumnutzung zuführen. Für die Abschnitte in Stellingen und Schnelsen ist bereits ein freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt und entschieden worden.

Gegenstand dieses zweiten Wettbewerbs war die Konzeptfindung für die Deckelfläche in Altona im Kontext mit den angrenzenden Parkanlagen, sowie punktuellen Bereichen, für die es auch städtebauliche Ideen für einen attraktiven Wohnungsbau zu entwickeln galt. Das Wettbewerbsgebiet umfasst ca. 50 ha, wobei der Deckel selbst 10 ha groß ist. Da die Realisierung der Deckelflächen in Bahrenfeld/Othmarschen voraussichtlich erst 2020 in Angriff genommen werden soll, steht bei diesem Ideenwettbewerb die Findung freiräumlicher und städtebaulicher Strukturen im Vordergrund. Dieser Wettbewerb diente zunächst also der Auseinandersetzung mit den raum- und nutzungsbezogenen Leitlinien für eine künftige Entwicklung.

Die Preisträger:

1. Preis: arbos Freiraumplanung GmbH & Co.KG, Hamburg und petersen pörksen partner architekten und stadtplaner bda, Hamburg

2. Preis POLA Landschaftsarchitekten, Berlin; mit: ZILA, zirkelbach ille lämmel, Leipzig

3. Preis: sinai Faust. Schroll. Schwarz. Freiraumplanung + Projektsteuerung GmbH, Berlin und Machleidt+Partner Büro für Städtebau, Berlin

4. Preis: LAVALAND & TH Treibhaus, Berlin/Hamburg und bueroKleinekort, architecture | urbanism | research, Düsseldorf

Ankauf: Atelier Loidl Landschafts- architekten, Berlin und Wessendorf Architektur Städtebau, Berlin