Landespreis für Baukultur

Landespreis für Baukultur Schleswig-Holstein 2022


  • Das Land Schleswig-Holstein hat 2022 einen Preis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Baukultur ausgelobt. Gutes Planen und Bauen gehört gestärkt und gefördert, denn Bauwerke überdauern Generationen und sind entscheidend für die Lebensqualität jedes Einzelnen. Nun wurden am 8. Dezember 2022 in Kiel die Preise und Auszeichnungen durch Ministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack verliehen.


    Für die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und sozio-kulturelle Wandlungsprozesse müssen intelligente bauliche Konzepte entwickelt werden, die dieser Preis würdigt.

    Der Landespreis prämiert in einem Intervall von vier Jahren herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Baukultur, die eine große Innovationskraft sowie eine hohe gestalterische Qualität aufweisen und eine intelligente Auseinandersetzung mit ihrem natürlichen, gebauten und gesellschaftlichen Kontext darstellen. Diese Bezüge können sich in einer sensiblen Einbindung in das Umfeld oder auch in einer zukunftsweisenden Kontinuität in der Weiterentwicklung orts- und regionaltypischer Bauweisen und Formensprachen äußern.

    Anerkennung erfahren sowohl die Bauwerke als auch zeitgleich die Menschen, die durch ihr Handeln, ihr Engagement und eine qualitätsvolle Prozesskultur eine gebaute Umwelt schaffen, die in funktionaler, ästhetischer, sozialer und ökologischer Hinsicht nachhaltig und zugleich identitätsstiftend ist.

    Bewerbungen konnten eingereicht werden für in den letzten vier Jahren (Stichtag: 01.01.2018) fertiggestellte Bauten, bauliche Anlagen und Ensembles aus allen Fachgebieten der Architektur, des Ingenieurbaus, des Städtebaus, der Stadtplanung, der Landschafts- und Freiraumplanung und des Bauhandwerks. Berücksichtigt werden Neubauten, Umbauten und Sanierungen.

    Das Preisgericht wählte am 29. November 2022 aus 49 Einreichungen acht preistragende Planungsteams und fünf Auszeichnungen aus. Am 8. Dezember 2022 verlieh Ministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack in Kiel die Preise und Auszeichnungen für die Projekte mit dem Schwerpunkt „Baukultur mit Weitblick – nachhaltig, klimagerecht und zukunftsweisend bauen“. Für die acht prämierten Bauwerke wurde eine Plakette aus Messing übergeben.

    Eine im Nachgang entstandene Broschüre präsentiert die ausgezeichneten Bauwerke und dokumentiert das Verfahren. Sie kann unter nebenstehendem Link heruntergeladen werden.

  • Preise
    Hauptpreis

    Multifunktionsgebäude St. Michaelisdonn
    (JEBENS SCHOOF ARCHITEKTEN BDA / Gemeinde St. Michaelisdonn)

    Sonderpreis für junge Bewerberinnen und Bewerber
    Zweifamilienhaus Haus B
    (Henrik Becker Architekt / Susanne Boy-Korff)

    Kategorie Städtebau und Freiraum
    Holstenfleet — Kleiner Kiel-Kanal
    (bgmr Landschaftsarchitekten / Landeshauptstadt Kiel)

    Inklusionshotel Eutin
    (Wuttke & Ringhof Architekten ApS / Die Ostholsteiner)

    Kategorie Öffentliche Gebäude
    Sanierung des ehemaligen und denkmalgeschützten Kuhhauses zu Gut Hasselburg und Konversion in einen Kulturbau
    (BEISSERT + GRUSS ARCHITEKTEN BDA / Stahlberg Stiftung)

    Kategorie Wohnen und Arbeiten
    Kooperative Regionalleitstelle West in Elmshorn
    (Trapez Architektur / Kreisverwaltung Pinneberg)

    Konrad-A-Hof
    (BSP Architekten BDA / bgm. Baugenossenschaft Mittelholstein eG)

    Kategorie Planen und Teilhaben
    Lübecker Brückenschlag
    (ArchitekturForumLübeck e.V.)


    Auszeichnungen

    Kategorie Öffentliche Gebäude
    Berufsbildungszentrum Dithmarschen
    (ppp architekten + stadtplaner / Kreis Dithmarschen)

    Jahr100Haus — Museum für Volkskunde
    (ppp architekten + stadtplaner / Stiftung S-H Landesmuseen Schloss Gottorf)

    Kategorie Wohnen und Arbeiten
    Fisch 18
    (Henrik Becker Architekt / Fischstraße GbR)

    Haus 7 im Anscharpark
    (BSP Architekten BDA / Haus 7 im Anscharpark GbR)

    Neubau eines Bürogebäudes und einer Lagerhalle
    (Insa Schröder-Ropeter / Hypo-A GmbH)

  • Ort

    Schleswig-Holstein

  • Auftraggeber

    Land Schleswig-Holstein, vertreten durch das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein

  • Jahr

    2022

  • Thema

    Landespreis für Baukultur

  • Verfahren

    Das Verfahren des Landespreises für Baukultur folgt den Prinzipien eines offenen, einphasigen Wettbewerbs.

  • Leistungen

    Verfahrenskoordination sowie Redaktion und Layout der dokumentierenden Broschüre