VgV Verhandlungsverfahren: MARITIM Seebruecke, Timmendorfer Strand

Den Horizont erweitern. Die Gemeinde Timmendorf schreibt Planungsleistungen der Objektplanung Ingenieurbauwerke gem. § 43 (LPH 2-8) und der Fachplanung Tragwerksplanung gem. § 51 (LPH 2-8) HOAI aus. Gegenstand des Verfahrens ist die Planung einer neuen Seebrücke für die Gemeinde Timmendorfer Strand, eines der beliebtesten und prominentesten Ostseebäder Deutschlands. Zentrale Anziehungspunkte in Strandlage, gleichermaßen für Touristen wie auch Einheimische, sind die Seebrücken – in Timmendorfer Strand sind es gleich drei an der Zahl. Die im Norden des Ostseebades auf Höhe des Strandparks befindliche 275 m lange MARITIM Seebrücke ist mittlerweile baufällig und erneut sanierungsbedürftig. Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat beschlossen sie durch einen innovativen, ungewöhnlichen Neubau in Form eines Rundwegs/Rundgangs von herausragender Qualität zu ersetzen. Vor dem Hintergrund der ortstypischen Besonderheiten versteht sich die Aufgabenstellung als Chance, die Potentiale des Osteseebades weiter zu gestalten. Ziel des Verfahrens ist es, innovative, ungewöhnliche Vorschläge für eine Seebrücke zu erhalten, die einerseits die klassische Funktion, sich auf das Meer hinaus bewegen zu können erfüllen, andererseits auch andere Nutzungsangebote für die vielfältigen Alters- und Nutzergruppen bieten und überdies eine unverwechselbare Gestalt in Form eines Rundwegs/Rundgangs haben. Dabei ist zu beachten, dass die ganzjährige Nutzung der Seebrücke eine meerwasser-, winter- und extremwetterbeständige Konstruktion voraussetzt. Es soll ein einstöckiges, ein- oder zweiflügeliges Brückenbauwerk in Form eines Rundwegs/Rundgangs geplant werden, das mindestens 4,5 m breit ist, einen barrierfreien Zugang, Aufenthalt und Umgang ohne fremde Hilfe für Menschen mit Mobilitätseinschränkung sowie für Seh- und Hörbehinderte ermöglicht sowie durch Gelände absturzsicher gestaltet ist. Dafür muss die Brücke höhengleich an die bestehende Promenade auf 5,01/5,03 m ü NHN angeschlossen werden. Zusätzlich ist eine Anlegestelle für ein Bäderschiff mitzudenken. Die Wassertiefe der Ostsee im Bereich der bestehenden MARITIM Seebrücke beträgt am Brückenkopf bis zu ca. -5,00 m.Da es sich um die Planung eines hochgradig identitätsstiftenden Bauwerks handelt, ist auch auf die zukünftige atmosphärische Inszenierung und notwendige verkehrliche Beleuchtung zu achten. Bei der Konstruktion sind zwingend meerwasser-, winter- und extremwetterbeständige, ökologisch nachhaltig bewertete Materialien zu verwenden, die eine ganzjährige Nutzung der Brücke sicherstellen. Fahrzeug- und Personenverkehr setzt eine auf Schwerlast ausgelegte Gründung voraus und die Tragfähigkeit muss auch bei zusätzlicher Eislast gewährleistet sein. Wartungsfahrzeuge müssen die Brücke am Strand unterfahren können. Beim Bau und Betrieb sind naturschutzrechtliche Restriktionen sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz (Hochwasserschutzwand zwischen Promenade und Strand) zu beachten. Da auf gestalterische Qualität großen Wert gelegt wird, empfiehlt sich bei der Bearbeitung der Leistungsphasen 2-3 die Zusammenarbeit mit einem beratenden Architekten. Diesem Verfahren ist ein offener, zweiphasiger interdisziplinärer Planungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren vorausgegangen. Da nicht alle maßgeblichen Anforderungen durch einen Wettbewerbsbeitrag konzentriert gebündelt erfüllt wurden, war es der Ausloberin nach Vorlage der finalen Angebote nicht möglich eine abschließende Bewertung und Entscheidung zu treffen. Das Verfahren wurde daher aufgehoben. Sämtliche aus dem Wettbewerbsverfahren zur Erfüllung der Leistungen dieses Verfahrens notwendigen Unterlagen werden den Teilnehmern in den Anlagen zur Verfügung gestellt. Die Büros, die sich im Wettbewerb bereits mit dieser Aufgabe befassten, sind dem Protokoll zur 2.Phase zu entnehmen. Downloadlink Präsentationspläne 2. Phase Vorläufige Kostenschätzung: 1) KG 300 (brutto) Bauwerk – Konstruktion: 3,28 Mio. € 2) KG 400 (brutto) Bauwerk – TA: 300.000 € 3) KG 500 (brutto) Außenanlagen: 400.000 € Gesamtbaukosten: ca. 5.000.000 € Wir empfehlen allen Interessierten, sich regelmäßig auf diesem Artikel über nächste Schritte zu informieren.OrtTimmendorfer StrandAuftraggeberGemeinde Timmendorfer StrandJahr2018ThemaNeubau der MARITIM Seebrücke in Timmendorfer StrandVerfahrenVgV Verfahren für Leistungen der Ingenieurbauwerke gem. § 43 HOAI und der Tragwerksplanung gem. § 51 HOAILeistungenkomplette VerfahrensbetreuungAnsprechpartner Katharina Trocha Nils Polzin Bildnachweis büro luchterhandt Downloads MARITIM Seebruecke_EU-BekanntmachungLeistungskatalog_Loesungsvorschlag Preisgerichtsprotokoll 2. Phase am 01. April 2017 Fragensammler (Stand: 20.08.2018)Bewerbungsbogen (Fassung: 20.08.2018) EU-Aenderungsbekanntmachung (vom 20.08.2018) Fragensammler (Stand 05.09.18)

Wettbewerb MARITIM Seebrücke

Vom Wunsch, über das Wasser bis zum Horizont zu gehen, um dann den Blick auf die Küsten genießen zu können Wettbewerbe für Seebrücken sind wohl eher selten. Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat dafür sogar einen offenen Wettbewerb in zwei Phasen ausgelobt. Kai Luetkens Architekten mit Nickels beratende Ingenieure aus Hamburg zusammen mit r+b landschaft s architektur aus Dresden haben den ersten Preis gewonnen. Timmendorfer Strand ist eines der beliebtesten und prominentesten Ostseebäder Deutschlands. Es ist saisonübergreifendes Urlaubsziel nationaler und internationaler Gäste. Zentrale Anziehungspunkte in Strandlage, gleichermaßen für Touristen wie auch Einheimische, sind die Seebrücken – in Timmendorfer Strand sind es gleich drei an der Zahl. Die im Norden des Ostseebades auf Höhe des Strandparks befindliche sog. MARITIM Seebrücke, die südlich davon gelegene Seeschlösschenbrücke und die Seebrücke Niendorf laden zum Verweilen auf dem Wasser und teilweise auch zu Ausflügen mit einem der anlegenden Fahrgastschiffe ein. Das Gefühl und das Erlebnis meterweit auf die Ostsee hinauslaufen zu können, um den unverstellten Blick auf das Meer, den Wind und das Geschrei der Möwen hautnah zu erleben, ist auf der längsten Seebrücke Timmendorfer Strands, der 275 m langen MARITIM Seebrücke, ungestört möglich. Im Jahre 1908 wurde die „elegante Dame“ zum ersten Mal für Besucherinnen und Besucher freigegeben. Als Anlegestelle für Dampfschiffe ermöglichte diese den Passagieren einen gefahrlosen Zugang ans Ufer. Nach 60 Jahren musste sie aufgrund der Schäden durch langjährige Witterungseinflüsse abgerissen werden. 1976 bekam die MARITIM Seebrücke ihre heutige Gestalt und empfängt seitdem Einheimische und Gäste zum Schlendern, Entspannen oder zu einer gemütlichen Unterhaltung auf einer ihrer Sitzbänke. Heute ist die bestehende MARITIM Seebrücke baufällig und erneut sanierungsbedürftig. Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat beschlossen, sie mit einem Neubau von herausragender Qualität zu ersetzen und dazu einen Wettbewerbs für die Planung einer neuen Seebrücke auszuschreiben. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative, ungewöhnliche Vorschläge für eine Seebrücke zu erhalten, die einerseits die klassische Funktion, sich auf das Meer hinaus bewegen zu können erfüllen, andererseits auch andere Nutzungsangebote für die vielfältigen Alters- und Nutzergruppen bieten und überdies eine unverwechselbare Gestalt haben. Ferner ist die Anbindung an die Promenade und den Strandpark von großer Bedeutung. Das Preisgericht entschied wie folgt: 1. Preis Architekturbüro: Kai Luetkens Architektur, Hamburg in Zusammenarbeit mit r+b landschaft s architektur, Dresden und Nickels Beratende Ingenieure, Hamburg 2. Preis Architektur- und Landschaftsarchitekturbüro: LOMA architecture . landscape . urbanism, Kassel in Zusammenarbeit mit B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH, Frankfurt am Main 2. Preis Ingenieurbüro: schlaich bergermann partner - sbp GmbH, Berlin in Zusammenarbeit mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH, Berlin 3. Preis Architekturbüro: Breitenbücher Hirschbeck Architekten, Regensburg in Zusammenarbeit mit Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten, Regensburg und Kugler + Kerschbaum, Kelheim OrtTimmendorfer StrandAuftraggeberGemeinde Timmendorfer Strand - KurbetriebJahr2016 - 2017ThemaEntwurf einer neuen Seebrücke in der Lübecker BuchtVerfahrenOffener, zweiphasiger, interdisziplinärer Planungswettbewerb mit anschließendem VerhandlungsverfahrenLeistungenkomplette VerfahrensbetreuungAnsprechpartner Katharina TrochaIna Seibert Bildnachweis büro luchterhandt WB MARITIM Seebruecke_Protokoll Preisgerichtssitzung